Montag, 24. April 2017
Von: Dr. Christian Newton

Der WTT ist mit der Hochschule Osnabrück auf der Hannover Messe 2017

WTT begleitet Hochschule Osnabrück auf Hannover Messe

Der WTT ist im April auf der größten Industriemesse der Welt in Hannover zu Gast und begleitet die Exponate der Hochschule Osnabrück. Vom 24.04-28.04.2017 werden drei Exponate ausgestellt:

Prof. Hofmann aus der Fakultät IuI (Industrial Design) stellt das Projekt SIG c|touch 2.0 vor. Darin geht es um ein Human Machine Interface (HMI)  für Abfüllanlagen in der Lebensmittelindustrie. In dem Projekt wird die Konzeption eines neuen HMI dargestellt und zugleich die Fähigkeit der Hochschule Osnabrück demonstriert, ein derartiges Projekt bis zur Serienreife zu begleiten. Das Projekt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. für das Design.  Die Besucher können per Touch-Funktion das Exponat bedienen. Optimierte HMI sind insbesondere vor dem Hintergrund der Industrie4.0-Thematik und -erfordernisse von großer Bedeutung.

In einem weiteren Projekt wird Prof. Nehls aus dem Labor für Interaktionsdesign der Fakultät IuI sich der Problematik der ergonomischen Fehlhaltung widmen. Das Projekt mit dem Titel „Sensed - Der Stuhl und die Lampe“ beinhaltet ein interaktives System, welches durch die Bewegung der Lampe auf eine etwaige Fehlhaltung des Sitzenden hinweist. Die Lampe fungiert dabei als Ambient Device, also eine Art dezente Informationsquelle, die den Menschen auf ergonomisches Verbesserungspotential hinweist. Durch die Beobachtung der Lampe aus dem Blickwinkel und die dadurch gespiegelte aktuelle Körperhaltung kann man quasi automatisch die Sitzhaltung verbessern, ohne sich intensiv damit auseinandersetzen zu müssen.

Prof. Pfisterer aus dem Kompetenzzentrum Elektronik und Antriebstechnik (KEA) der Hochschule Osnabrück präsentiert das Projekt „Lokale Smart Grids“, kurz LokSmart. Darin geht es um das Kernthema einer nachhaltigen und intelligenten als auch dezentralisierten Energieversorgung. Das Projekt realisiert zum ersten mal die Umsetzung eines Smart Grid auf lokaler Ebene mit allen dafür relevanten und konstituierenden Komponenten. Dazu zählen Einheiten zur Erzeugung elektrischer Energie, deren Verteilung und auch Speicherung. Eine bidirektionale Koppelung des lokalen Smart Grids mit Elektrofahrzeugen ermöglicht eine optimale Kombination von stationärer Energieversorgung mit individueller Mobilität sowie gewerblichem Lieferverkehr. Vor Ort werden alle Komponenten eines lokalen Smart Grids gezeigt. Anwesend sein wird auch ein großer VW-Bus mit elektrischem Antrieb. Eine bi-direktionale Schnellladesäule wird neben dem VW-Bus die Koppelung der Mobilität mit dem lokalen Smart Grid veranschaulichen. Eventuell wird auch ein elektrischer Wechselspannungsspeicher gezeigt, was eine Weltprämiere wäre. Bislang bekannt sind vornehmlich Gleichspannungsspeicher. Ein solcher Speicher würde eine gesonderte Transformation einer Gleichspannung von der Batterie in eine Wechselspannung nicht mehr erforderlich machen und somit signifikant die Speichereffizienz einer Batterie erhöhen.


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